3 Marketing Mythen über das Kaufverhalten der Millennials

Die Bank of America Merrill Lynch hat in dem Report „Thematic Investing: Generation Next
unter anderem die zukünftige Kaufkraft der Millennials analysiert.

Die Millennials oder Generation Y sind junge Erwachsene zwischen 18 und 36 Jahren, die nach 1980
geboren sind und damit nicht nur die letzte Generation des 20. Jahrhunderts, sondern auch die ersten
Digital Natives sind.

Dem Report zufolge wird das Einkommen von Millennials in den USA bis 2025 auf 8,3 Billionen
US-Dollar steigen. Demgegenüber stehen derzeit 1,3 Billionen US-Dollar Konsumausgaben.
Anders ausgedrückt: Keine andere Generation wird demnach in knapp zehn Jahren so viel
Verfügungsbudget haben wie die Millennials.

Studie: Einkommen von Millennials bis 2025
aus: „Thematic Investing: Generation Next“, Bank of America Merrill Lynch, 2015

Ein Grund mehr für Marketer das Kaufverhalten dieser Generation zu beleuchten und
die Marketingstrategie entsprechend anzupassen. Erkenntnisse über das Kaufverhalten
zeigt die Studie „Who are the Millennials? And whats do they really want?“ von Accenture,
in der 6.000 Kunden in acht Ländern (USA, UK, Deutschland, Frankreich, Schweden,
Japan, China und Brasilien) befragt wurden. 1.707 – rund 28,45 Prozent – zählten zu
den Millennials.

Marketing Mythos 1: Millennials lieben Online-Shopping
Auch wenn die 20-34-Jährigen ihren Alltag via Internet, New Media, Apps und Gadgets organisieren,
kaufen sie nicht ausschließlich online. Im Gegenteil: 82 Prozent bevorzugen, vor Ort einzukaufen,
um Kleidung und Co. anzufassen und anzuprobieren. Dabei nutzen sie Smartphone und PC, um Berichte
und Bewertungen zu lesen und sich bestmöglich über Produkte und Leistungen zu informieren.

Marketing Mythos 2: Millennials mangelt es an Loyalität
Millennials können einer Marke treu sein – so die Studie – wenn sie sich wohl fühlen und das Gefühl
bekommen, von der Marke geschätzt und richtig behandelt zu werden. So wollen 95 Prozent von den
Marken umworben und belohnt werden. Die Möglichkeiten personalisierte Produkte anzubieten oder
gezielte Werbung zu adressieren, sind vielfältig. Besonders Coupons sind bei Millennials beliebt und
erzielen gegenüber anderen Methoden wie SMS eine höhere Wirkung.

Marketing Mythos 3: Millennials und soziale Netzwerke
Auch wenn Millennials sich in sozialen Netzwerken bewegen, nutzen sie die sozialen Plattformen anders
als viele Marketers vermuten. Ein Klick auf dem Like-Button einer Facebook-Seite lässt nicht sofort darauf
schließen, dass jemand ein treuer Kunde ist. Vielmehr liken die 24-30-Jährigen, um Zugang zu Coupons,
anderen Aktionen oder weiteren Informationen zu erhalten. Um das Kaufverhalten der Millennials zu beeinflussen,
müssen Marken umdenken und mit den Millennials kommunizieren, indem sie wichtige Informationen gepaart
mit Neuigkeiten und besonderen Angeboten posten.

Fazit
Millennials bewegen sich ganz selbstverständlich zwischen beiden Welten: der digitalen und der realen.
Unternehmen, die Millennials für sich gewinnen möchten, sollten einmal mehr darüber nachdenken,
wie sie diese beiden Welten bei der Ansprache ihrer Zielgruppe kombinieren. Statt irgendwie überall zu sein,
geht es um eine fokussierte Content- und Kanalstrategie. Dabei ist das kontinuierliche Grundrauschen genauso
wichtig wie Einzelkampagnen, um thematische Highlights zu setzen und damit zusätzliche Reichweite und
Relevanz aufzubauen. Denn eines ist gewiß: Genügend Auswahl an Informationen haben Millennials in jedem Fall.
Unternehmen, die ohne klaren Fokus unterwegs sind, fallen schnell durch das Aufmerksamkeitsraster.

Titelbild: © julief514 – Fotolia.com

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